22.06.2022

Wegebau für Windpark Leun-Löhnberg beginnt

Der Windpark Leun-Löhnberg nimmt Formen an. In der Gemeinde Löhnberg und auf dem Gebiet der Stadt Leun entstehen in nächster Zeit zwei Windenergieanlagen. Nun haben die Wegebauarbeiten begonnen, sodass im Herbst die Errichtung der Anlagen erfolgen kann.

Leun/Löhnberg/Aurich, 22. Juni 2022. Das Energiewendeprojekt Windpark Leun-Löhnberg nimmt in den kommenden Wochen konkrete Formen an: Der Projektentwickler Alterric beginnt dort mit vorbereitenden Wegebauarbeiten. In der Gemeinde Löhnberg (Limburg-Weilburg Kreis) und auf dem Gebiet der Stadt Leun (Lahn-Dill-Kreis) entstehen zwei Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-138. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von 229 Metern, eine Nabenhöhe von 160 Metern und einen Rotordurchmesser von 138 Metern. Die gesamte Erzeugungsleistung beider Anlagen beträgt 8,4 Megawatt – damit kann der geplante Windpark jährlich etwa 4.600 Zwei-Personen-Haushalte mit klimaneutralem Strom versorgen. Für die Region bedeutet dies, dass rechnerisch nahezu alle Haushalte der Gemeinde Löhnberg sowie der Stadt Leun mit erneuerbarem Strom versorgt werden können.

Bauherrin des Windparks ist die deutsche Unternehmensgruppe Alterric GmbH mit Sitz in Aurich. Umgesetzt wird das Projekt vom Alterric-Team Süd mit Sitz in Mainz. Maßgeblich zur Projektentwicklung beigetragen hat das Unternehmen Hermann Hofmann Erneuerbare Energien Projekt GmbH aus Solms. Die Firma koordiniert auch die jetzt anstehenden Erdarbeiten.

Nachdem in diesem Sommer Wege und Kranstellflächen fertiggestellt werden, starten im Herbst 2022 die Errichtungsarbeiten für die zwei Windenergieanlagen. Der Baufortschritt ist wie folgt geplant: Im Herbst dieses Jahres starten die Arbeiten an den Fundamenten, im Frühjahr und Sommer 2023 sollen die Windenergieanlagen aufgebaut werden. Voraussichtlich im September 2023 gehen die Anlagen ans Netz, um die Region mit grünem Strom zu versorgen. Der Anschluss an das Stromnetz erfolgt am Ortsrand der Gemeinde Löhnberg.

Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien nachhaltig und naturverträglich ist, gestaltet Alterric parallel zu jedem neuen Windpark individuelle Ausgleichsareale für Tiere und Pflanzen. Bei Biskirchen wird z. B. eine Ablenkfläche für den Rotmilan geschaffen. Dieses Areal wird speziell rotmilanfreundlich bewirtschaftet und bildet so ein attraktives Jagdrevier außerhalb des Windparks. Für Fledermäuse, Haselmäuse, Waldohreule und Mittelspecht wurden in der Umgebung bereits Nistkästen als Ersatzquartiere angebracht.

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